Familienverband der Familie v. Treskow
 


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Orte > Milow (1390-1754)

Die Burg Milow ist seit dem 12. Jahrhundert als Wehrburg an der strategisch wichtigen Havelüberquerung südlich von Rathenow nachweisbar. Um 1390 verpfändeten die Erzbischöfe von Magdeburg Milow an den zuvor in Buckow ansässigen Johann v. Tres(c)kow, dessen Neffe Rüdiger v. Tres(c)kow erwarb die Burg 1433 für 400 rheinische Gulden von seinen Brüdern. Das Rittergut Milow mit seinen Nebengütern Bützer, Premnitz und Mangelsdorf blieb über 350 Jahre lang neben Schollene, Scharteuke und Schlagenthin ein Stammsitz der Familie im Havelland. Der Gutsherr Otto Melchior v. Tres(c)kow (1696-1745), Hofmarschall des Königs Friedrich Wilhelm I., Kammerherr am Hof des Fürsten Leopold I. zu Dessau und durch seine Heirat mit den aus Frankreich geflohenen Grafen von Rambouillet verbunden, führte in Milow ein höfisches Leben nach Berliner Maßstäben. Er machte dabei so große Schulden, daß seine Söhne das Gut 1754 für 120.000 Taler versteigern lassen mussten. Der neue Eigentümer Prinz Moritz v. Anhalt-Dessau baute Milow für sich und seine Schwester Prinzessin Anna Wilhelmine zur Sommerresidenz aus. Nach 1945 erlebte das Haus eine Nutzung als Flüchtlingslager, 1950 bis 1984 war hier die Dorfschule untergebracht. Es folgten Jahrzehnte des Leerstandes, bis 2006 die Sanierung und der Umbau zu einer 2011 eröffneten Seniorenresidenz in Angriff genommen wurden.


Die gegenüber liegende Milower Fachwerkkirche wurde 1695 auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus errichtet, hinter dem Altar sind ältere Grabplatten der Familie v. Tres(c)kow aus dem 16. Jahrhundert verlegt. Bauherren waren Johann Sigismund v. Tres(c)kow (1660-1718) und seine Ehefrau Anna Elisabeth, geb. v. Katte – beide begrüßen den Besucher heute als Marmorreliefs in dem von den Söhnen gestifteten Epitaph. Die Kirche in Milow blieb auch nach dem 1754 erfolgten Verkauf des Ritterguts ein Bezugspunkt der Familie: der 1756 in Milow unehelich geborene Otto Sigismund v. Treskow wurde hier getauft, in späteren Jahren nannte er drei seiner Owinsker Güter in Erinnerung an die verlorene Heimat Milow, Premnitz und Schlagenthin – bis heute haben sich diese Orte bei Posen als Mielno, Premnice und Szlachęcin erhalten. Die mit Wappenschildern und alttestamentarischen Darstellungen ausgemalte Kirche in Milow wurde noch zu DDR-Zeiten in den 1980er Jahren grundlegend saniert, der Kirchenraum ist seither eine der Sehenswürdigkeiten des Havellandes und einer der musikalischen Orte des „Dorfkirchensommers Brandenburg“. Nach 1989 haben hier auch wieder Taufen, Hochzeiten und Familientage der Tresckows und Treskows stattgefunden. Die Familie Henningsen / v. Treskow-Radojewo stiftete der Kirche 1994 Ersatz für das im Krieg verlorene Geläut - die neue Glocke trägt das historische Datum 9.11.1989 und die Inschrift: "Er ist unser Friede".