Familienverband der Familie v. Treskow
 


Startseite

Über uns

Orte
>Berlin
· Berlin-Mitte
· Friedrichsfelde
· Rennbahn Karlshorst
· Villenkolonie Karlshorst
· Rahnsdorf und Wilhelmshagen
 
>Brandenburg
· Milow
· Dahlwitz
· Rennbahn Hoppegarten
· Kade
· Altenplathow
· Weissagk
· Klinge
 
>Mecklenburg-Vorpommern
· Gothen, Heringsdorf, Ahlbeck

· Augustenhof

 
>Polen, Region Posen
  (Województwo Wielkopolski)

· Owinska (Owinsk, Treskau)
· Radojewo (Raden)
· Chludowo (Truppenfeld)
· Biedrusko (Weissenburg,
   Warthelager)

· Bolechowo (Bernau)
· Wierzonka (Waldhof)
· Budzischewo (Buschdorf)
· Nieszawa (Nieschawa)
· Morasko (Nordheim)
· Strykowo (Ährensee)
· Wronczyn (Krähwinkel)

· Lechlin

 
>Polen, Region Kutno
  (Województwo Lodz)

· Chodowo
· Strzelce

· Domanikowo

 
>Polen, Riesengebirge
  (Województwo Dolnoslaskie)

· Sady Dolne (Nieder-Baumgarten)
· Pietrzykow (Hohen-Petersdorf)

 
>Polen, Region Bromberg
  (Województwo Kujawski-
  Pomorskiee)
· Grocholin (Jürgensburg)

>Polen, Region Lebus
  (Województwo Lubuskie)

· Skwierzyna Nowy Dwor (Neuhaus)

>Polen, Region Westpommern
  (Województwo   Zachodniopomorskie)

· Gizyn (Giesenbrügge)

Personen

Kontakt/Impressum

Mitglieder


 

 

Orte > Rennbahn Hoppegarten (1866-1874)

Das Gelände der Galopprennbahn Hoppegarten gehörte seit 1850 als Teil des Ritterguts Rahnsdorf dem Dahlwitzer Gutsherrn Heinrich v. Treskow, der selbst begeisterter Pferdesportler und Mitglied des Berliner Vereins für Pferderennen war: 1866 verpachtete er das Gelände in Hoppegarten an den Verein, der hier am 9. Oktober 1867 ein erstes Jagdrennen durchführte. Noch im Dezember 1867 gründete sich mit 36 Mitgliedern aus ganz Deutschland im Berliner Hotel de Rome der Union-Klub, der in Hoppegarten eine Galopprennbahn nach internationalem Zuschnitt errichten wollte. Zu den ersten Mitgliedern des Vereins zählten neben Heinrich v. Treskow der schlesische Montan-Industrielle Graf Johannes v. Renard, Otto v. Bismarck, der Sportjournalist Fedor André und der Standesherr Fürst Christian Kraft zu Hohenlohe-Öhringen. Der Königliche Hofbaumeister Carl Bohm entwarf die heute denkmalgeschützten Anlagen nach Vorbild der Pariser Rennbahnen Longchamps und Chantilly.

Eröffnet wurde die Rennbahn am 17. Mai 1868 von König Wilhelm I. und dem preußischen Ministerpräsident Otto v. Bismarck mit vier Hindernisrennen. Seit 1870 war Hoppegarten mit eigenem Bahnhof auch von Berlin aus gut zu erreichen. Konstante Wetteinnahmen ermöglichten dem Union-Klub 1874 den Ankauf des Geländes von Heinrich v. Treskow für 296.000 Taler. Im Dreikaiserjahr 1888 wurden die bis dahin hölzernen Tribünen durch die massive Kaisertribüne ersetzt, und auch in der Weimarer Republik verlor die Bahn nichts von ihrer Popularität: mit dem Ausbau der Haupttribüne 1934 bot das Gelände Platz für 35.000 Gäste. Der Niedergang der 1946 enteigneten Anlage setzte erst nach dem zweiten Weltkrieg ein, zu DDR-Zeiten nur noch wenigen Rennen in Hoppegarten statt. Nach einem schwierigen Neuanfang 1989 erwarb 2008 der Finanzinvestor Gerhard Schöningh das Gelände und sanierte die denkmalgeschützten Bauten - seither finden auch wieder mehrere Renntage pro Saison statt, darunter auch der Große Preis von Berlin (www.hoppegarten.com ).


Reichskanzler v. Hindenburg überreicht 1930 in Hoppegarten den 1. Preis des Hindenburg-Rennens